Warum der Jahresstart sich dieses Jahr anders anfühlt
– und was Unternehmerinnen gerade wirklich brauchen
Autor: Christin Raschke
Der Januar 2026 war für viele Unternehmerinnen kein klassischer Neustart. Weniger Aufbruch, weniger „Jetzt geht’s los“, dafür mehr Sortieren, Hinterfragen und Innehalten.
Diese Wahrnehmung zog sich durch viele Gespräche – zuletzt auch im BOSSIN Coffee-Talk und im SYNC Workshop, den ich in diesem Jahr bereits zum vierten Mal für BOSSIN Stuttgart begleiten durfte.
Wir sind nicht zu spät – wir sind mitten im Prozess
Ein Gedanke, der viele im Workshop entlastet hat: Der Jahreswechsel ist energetisch noch gar nicht abgeschlossen. Aus systemischer und naturbezogener Sicht endet das alte Jahr erst Mitte Februar. Auch die Natur beginnt ihr neues Jahr nicht am 1. Januar, sondern mit dem Übergang vom Winter in den Frühling.
Warum klassische Zielarbeit oft nicht mehr greift
In den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass klassische Ziel- und Vision-Board-Arbeit für viele nicht mehr ausreicht. Nicht, weil Ziele unwichtig wären – sondern weil sie oft nicht zur eigenen Identität passen, unterschiedliche innere Anteile ignorieren oder das Nervensystem überfordern.
Ziele scheitern selten an mangelnder Disziplin. Sie scheitern an fehlender innerer Sicherheit.
Hinter jedem Ziel steht ein Gefühl
Ein zentraler Teil der Arbeit in SYNC ist die Rückkehr zu einer einfachen, aber oft übergangenen Frage: Was will ich eigentlich fühlen?
Sicherheit. Freiheit. Anerkennung. Ruhe. Lebendigkeit.
Ziele sind der Versuch, diese inneren Zustände zu erreichen. Wenn der Zugang zu diesen Gefühlen fehlt, bleibt auch das Ziel abstrakt.
Identität vor Strategie – besonders im Business
Gerade im Unternehmertum zeigt sich aktuell eine starke Verzerrung durch Social Media.
Schnelle Erfolge, einfache Wege und scheinbar mühelose Businesses prägen das Bild.
Was dabei oft übersehen wird: Unternehmertum ist eine Kompetenz. Viele starten mit einer großen Passion – aber ohne unternehmerische Grundlagen wie Strategie, Buchhaltung, Marketing oder Kundenführung.
Das Nervensystem entscheidet über Wachstum
Ein weiterer zentraler Aspekt der Arbeit ist das Nervensystem. Veränderung ist kein reines Mindset-Thema.
Wenn das System im Überlebensmodus ist, hat Sicherheit Priorität – nicht Wachstum. Dann fühlt sich selbst ein sinnvolles Ziel nach Druck an.
Nachhaltige Entwicklung braucht Regulation, Kapazitätserweiterung und Selbstfürsorge als Grundlage, nicht als Add-on.
Warum wir uns Zeit zwischen Klarheit und Gestaltung nehmen
SYNC ist bewusst zweigeteilt. Nicht, um Inhalte zu strecken – sondern um Integration zu ermöglichen.
Erst Klarheit. Dann Raum. Dann Gestaltung.
Viele Teilnehmerinnen haben rückgemeldet, dass sich Ziele nach dem Workshop noch einmal verändert oder präzisiert haben. Diese Reifung ist Teil des Prozesses – nicht sein Hindernis.
Was bleibt
Der diesjährige SYNC Workshop hat gezeigt: Viele Unternehmerinnen sind nicht orientierungslos – sondern differenzierter geworden.
Vielleicht geht es gerade weniger darum, schneller zu werden. Und mehr darum, stimmiger zu werden.
Christin Raschke
Christin Raschke ist Identitätsmentorin, Unternehmerin und Sparringspartnerin für Menschen, die ihr Leben und ihr Business nicht länger aus Anpassung, sondern aus innerer Klarheit heraus gestalten wollen.
Seit über zehn Jahren begleitet sie vor allem Unternehmerinnen, Coaches und selbstständig Tätige dabei, ihre Identität bewusst zu entwickeln, innere Sicherheit aufzubauen und Entscheidungen aus einem regulierten Nervensystem heraus zu treffen – statt aus Druck, Vergleich oder äußeren Erwartungen.
Ihre Arbeit verbindet Identitätsarbeit, Persönlichkeitspsychologie, Nervensystem-Wissen und somatische Integration. Der Fokus liegt nicht auf schneller Optimierung oder „höher, schneller, weiter“, sondern auf Verkörperung:
Wer wirst Du, wenn Dein nächstes Kapitel wirklich zu Dir passt?
Christin ist bekannt für ihre klare, ruhige Präsenz und ihre Fähigkeit, komplexe innere Prozesse verständlich, ehrlich und greifbar zu machen. In Workshops wie SYNC – Shape Your Next Chapter schafft sie Räume, in denen Ausrichtung nicht gemacht, sondern erinnert wird.
Neben ihrer Arbeit als Mentorin ist sie Gründerin von EMVIRA ONE – einer Plattform und Infrastruktur-Lösung für Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihr Business stabil, klar und eigenständig aufbauen wollen. Auch hier steht nicht Skalierung um jeden Preis im Vordergrund, sondern Nachhaltigkeit, Übersicht und Selbstführung.
Christin arbeitet international, gibt regelmäßig Workshops für Netzwerke und Communities und begleitet Menschen sowohl in persönlichen als auch unternehmerischen Entwicklungsprozessen.
„Ziele entstehen nicht im Kopf.
Sie entstehen aus der Identität, die Du bereit bist zu verkörpern.“
Mehr zu Christin und ihrer Arbeit:
www.christinraschke.de

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